Die Kirche lässt
niemanden sitzen
Kölner Stadt-Anzeiger
VON MATTHIAS PESCH, 13.07.04, 07:40h, aktualisiert 13.07.04, 08:25h
Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner schwärmte von einem
„einmaligen optischen Eindruck“.
Wer vor hat, heute Abend (20 Uhr) die Orgelfeierstunde im Dom zu
besuchen, der sollte sich seine Sitzgelegenheit selbst mitbringen
- oder er muss sich auf dem kalten Fußboden niederlassen.
Denn die Bänke sind raus aus der Kathedrale, zum ersten Mal
seit dem Zweiten Weltkrieg, möglicherweise sogar seit der Vollendung
des Gotteshauses im Jahr 1880. Um Platz zu schaffen für die
rund 6000 Sängerinnen und Sänger aus aller Welt, die sich
von Mittwoch an zum internationalen Chorfestival des Verbandes „Pueri
Cantores“ in Köln treffen, haben Mitarbeiter der Leverkusener
Spedition Niesen gestern früh um 6 Uhr damit begonnen, die
schweren Holzbänke mit Hilfe von „Rollbrettern“
in Container zu verladen: rund 150 Stück, bis zu fünfeinhalb
Meter lang, die meisten stammen aus dem 19. Jahrhundert, es sind
aber auch Exemplare aus dem 18. und dem 20. Jahrhundert dabei.
| Eine ganz neue Raumwirkung: So wie es sich für
eine gotische Kathedrale gehört, ist der Dom während
des Chorfestivals erlebbar. |
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Originalbeitrag
beim Kölner Stadt-Anzeiger www.ksta.de
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