Brandenburger Tor geht nach München. NIESEN transportiert Plastik von Jörg Immendorff

Im September 2018 begann die größte Überblicksausstellung über Jörg Immendorff seit dessen Tod vor elf Jahren. Für die Schau transportierte NIESEN die große Bronzeplastik »Naht Brandenburger Tor – Weltfrage« von Aachen ins Münchener Haus der Kunst.

Jörg Immendorff, »Naht Brandenburger Tor – Weltfrage« im Ludwig Forum Aachen

Jörg Immendorff zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart mit internationalem Rang. Seine überwiegend figürlichen Arbeiten widmen sich politisch-gesellschaftskritischen Inhalten, die Gemälde und Plastiken besitzen eine tiefe Symbolik. Als Künstler nutzte Immendorff stets auch die Massenmedien für seine Imageförderung und Bekanntheit. 2007 verstarb Immendorff in Düsseldorf, wo er zuletzt sein Atelier betrieb und als Professor an der Kunstakademie lehrte.

Auch 11 Jahre nach dem Tode des Künstlers lebt sein künstlerisches Erbe fort. Beispielsweise ermöglicht die Retrospektive »Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt« im Münchener Haus der Kunst bis Ende Januar 2019 eine breite Auseinandersetzung mit dem vielseitigen Werk.

Ein zentraler Bestandteil der Schau ist die Bronzeplastik »Naht Brandenburger Tor – Weltfrage«, die wie eine Erzählung gelesen werden kann. Grundlage bildet das Brandenburger Tor als Sinnbild der deutschen Geschichte, Teilung und Wiedervereinigung. Immendorff entwickelte daraus eine Arbeit, die vielerlei symbolische Elemente vereint. Die flache Basis stellt die ausgebreiteten Schwingen eines Wappenadlers dar. Die fünf Pfeiler greifen jeweils ein eigenes Thema auf und formen eine geschützartige Maschinerie in Tarnfarben, einen Grenzwachturm mit zwei darauf sitzenden Menschen, eine zusammenstürzende Quadriga sowie einen Pinsel in Dollarform, der an einen Adler angelehnt ist.

Leihgabe ans Münchener Haus der Künste

Diese Arbeit Immendorffs wurde erstmals 1982 im Rahmen der documenta 7 präsentiert, der weltweit bedeutendsten Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Danach folgte ein Ankauf der Plastik durch das Aachener Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig, die das »Brandenburger Tor« zum festen Bestandteil des 1991 gegründeten Ludwig Forum Aachen machten. 2018 wurde die Arbeit schließlich nach München verliehen, um die Retrospektive über Jörg Immendorff im Haus der Kunst zu bereichern.

Beauftragt mit dem Kunsttransport der über sieben Tonnen schweren Plastik war NIESEN. Die Leverkusener Kunstspedition kannte die Arbeit bereits von einem früheren Transport innerhalb Aachens und konnte für eine sorgfältige Überbringung inklusive Demontage und Wiederaufbau garantieren.

  • Demontage der Plastik von Jörg Immendorff
  • Detail der Demontage

Sorgfältige Arbeit an allen Transportphasen

Viele einzelne Arbeitsschritte durch die Profis waren nötig, damit das wertvolle Kulturgut ab September in München gezeigt werden konnte. Die kleinschrittige Deinstallation der Arbeit in Aachen erfolgte deshalb schon am 27. August. Kanthölzer, Schaumstoff und Decken sorgten für die Arretierung der fünf einzelnen Säulen des »Brandenburger Tors«, so dass sich das Gebilde nicht verziehen konnte. Die eigentliche Verpackung bestand aus speziell angefertigten Baumwolltüchern und einer verstärkten Folie, die das Werk wie eine Haut umzog.

Der Transport der vier Einzelteile erfolgte mit dem hauseigenen Kran-LKW des Kunstspediteurs und einem Zusatzfahrzeug mit technischen Equipment und Werkzeugen, die für den Wiederaufbau gebraucht wurden.

Auch in München waren eine gute Vorplanung und Präzisionsarbeit gefragt. Der gesamte Eingangsbereich des Hauses der Kunst war bereits großzügig mit Lastverteilerplatten ausgelegt, als die Einbringung des Kunstwerks begann. So konnte der aus den 1930er-Jahren stammende Steinboden durch das Gewicht der Bronze nicht punktuell strapaziert werden.

Per Kran hoben die Kunstspediteure sämtliche Gerätschaften und Einzelteile ins Haus der Kunst und rollten diese mit wendigen Hubwagen an den Bestimmungsort. Absolut synchrone Arbeit war nötig, um die Einzelteile der Bronze zusammenzufügen. Danach musste die Plastik nochmals auf einen speziell vorbereiteten Transporttisch gehoben werden, der exakt die Höhe des Ausstellungssockels hatte. So konnte die Arbeit seitlich auf den Sockel geschoben werden, wo sie für die Ausstellung endgültig platziert war.

Die erste große Überblicksausstellung nach dem Tode Immendorffs

Pünktlich zum 14. September 2018 konnten die Besucher neben dem »Brandenburger Tor« eine Vielzahl weiterer Plastiken und vor allem Gemälde bewundern. Die Schau gilt als die erste große Überblicksausstellung nach dem Tode Immendorffs und konnte schon im Vorfeld für breite Aufmerksamkeit sorgen. Die Kunstspedition NIESEN freut sich, einen Beitrag geleistet zu haben. Und ebenso darüber, die Arbeit eines weiteren namhaften Künstlers transportiert zu haben. Immerhin vertrauten schon namhafte Kolleginnen und Kollegen Immendorffs wie Cragg, Lüpertz, Balkenhol oder Grosse auf NIESEN.

  • Ausstellungskatalog zu »Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt« im Münchener Haus der Kunst
  • Ausstellungskatalog zu »Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt« im Münchener Haus der Kunst


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