Gelungene Inklusion beim Mittelständler Niesen aus Leverkusen

So geht gelungene Inklusion im Unternehmen. Seit September 2014 arbeitet der 19-jährige Elias von Martial gut gelaunt in den Werkstätten des Logistikers Niesen aus Leverkusen-Opladen. Die bewährte Kooperation mehrerer Institutionen machte die Integration für Niesen und den neuen, körperlich behinderten Mitarbeiter leicht.

Gelungene Inklusion beim Mittelständler Niesen aus Leverkusen

Elias von Martial in der eigens für ihn angeschafften Kehrmaschine. V.l.n.r.: Karl von Martial (Vater), Elias von Martial (Niesen), Sven Kornwinkel (Jobcoach), Dirk Gasper (KFZ-Meister/Werkstatt Niesen), Markus Kalcker (Leiter Personal, Finanzen Niesen), Alexander Reimer (IHK, Fachberater Inklusion), Birgit Conrads-Pfeifer (Integrationsfachdienst Leverkusen), Klaus Niesen (GF Niesen)

Schwerbehinderter erfüllt sich den Wunsch nach Arbeit in der freien Wirtschaft

So geht gelungene Inklusion im Unternehmen. Seit September 2014 arbeitet der 19-jährige Elias von Martial gut gelaunt in den Werkstätten des Logistikers Niesen aus Leverkusen-Opladen. Die bewährte Kooperation mehrerer Institutionen machte die Integration für Niesen und den neuen, körperlich behinderten Mitarbeiter leicht. So arbeiteten der Integrationsfachdienst Leverkusen, der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und die IHK Hand in Hand, um beratend zur Seite zu stehen. Ein Jobcoach leitete den neuen Kollegen auch vor Ort regelmäßig an, so dass die speziell angeschafften Maschinen und Werkzeuge schnell bedient werden konnten.

Der Wunsch, in der freien Wirtschaft zu arbeiten

Schon während der Schulzeit an der Paul-Klee-Schule in Leichlingen absolvierte Elias von Martial ein „Schnupperpraktikum“ bei Niesen. Das gefiel ihm so gut, dass der Schüler den Wunsch entwickelte, in der lebhaften Atmosphäre des mittelständischen Unternehmens zu bleiben. Gesagt, getan. Das Praktikum wurde kurzerhand verlängert, fast nahtlos ging es in eine feste Beschäftigung über.

Seit September 2014 arbeitet Elias nun als fester Mitarbeiter in den hauseigenen Lagern und Werkstätten des Leverkusener Logistikers. Und hier gibt es reichlich zu tun. Ein großer und vielseitiger Fuhrpark, viel technisches Equipment und 80.000 Quadratmeter Betriebsgelände bieten abwechslungsreiche Aufgaben. So übernimmt der neue Mitarbeiter zum Beispiel Schleifarbeiten an den Fahrzeugen oder Malerarbeiten. Auch die eigens angeschaffte Kehrmaschine kann von Elias gefahren werden.

Für den Werkstattleiter Dirk Gasper ist der neue Kollege eine echte Hilfe: »Selbstverständlich waren anfangs viele Einweisungen und Anleitungen nötig, mittlerweile arbeitet Elias aber weitgehend selbstständig und fügt sich als fester Bestandteil sehr gut ins Team ein«. Gut gelaunt und hochmotiviert erscheint Elias morgens zur Arbeit, auch die Kollegen freuen sich jeden Tag auf ihn. Der Wunsch, in der freien Wirtschaft zu arbeiten, ging in Erfüllung.

Elias von Martial

Mehrere Einrichtungen kooperieren

In der Anfangsphase konnte Niesen auf gute Unterstützung zählen. Mehrere Institutionen kooperierten eng miteinander, um die Integration gelingen zu lassen. Frau Birgit Conrads-Pfeifer vom Integrationsfachdienst Leverkusen stellte den Kontakt zum Fachberater für Inklusion bei der IHK, Alexander Reimer, her. Gemeinsam beriet man das Unternehmen zu sämtlichen Prozessen und Formalitäten. Anträge, die beispielsweise an den Landschaftsverband Rheinland gestellt werden mussten, waren durch die professionelle Hilfe bald bewilligt.

Dem Jobcoach, Sven Kornwinkel, kam eine Schlüsselrolle bei der Betreuung vor Ort zu. Anfangs kam der Spezialist wöchentlich an den neuen Arbeitsplatz, um Elias von Martial einzuweisen und zu schulen. In Zusammenarbeit mit dem Werkstattleiter erklärte Kornwinkel Arbeitsprozesse und technische Gerätschaften. Gemeinsam mit Niesen wurde zudem erörtert, welches Equipment neu beschafft werden sollte. Neben der größten Anschaffung, der schwerbehindertengerechten Kehrmaschine, sorgte Niesen für diverse weitere Werkzeuge, darunter auch solche speziell für Linkshänder.

Positiver Blick in die Zukunft

Mittlerweile läuft die Integration rund. Jobcoach Kornwinkel schaut nur noch alle zwei Wochen bei Elias vorbei, denn der hat die Arbeit fest im Griff und ist ein festes Mitglied im Team von Niesen geworden.

Selbstverständlich ist Elias deshalb auch bei Betriebsfeiern immer mit dabei. Und das nächste Ziel auf dem Weg in eine möglichst selbstständige Zukunft steht auch schon fest: kochen lernen und in eine eigene Wohnung ziehen.


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